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Qualitätsentwicklung im multikulturellen Arbeitszusammenhang Altenpflege. Sprache und Kommunikation im multikulturellen Pflegeteam.

Qualitätsentwicklung im multikulturellen Arbeitszusammenhang Altenpflege. Sprache und Kommunikation im multikulturellen Pflegeteam.
Fachtagung am 15./16.Mai 2003. Haus Neuland (Hrsg.). Redaktion: Brunhild Sander.

Zielgruppe

Interessierte Fachöffentlichkeit aus dem Pflegebereich.

Beschreibung

Die Dokumentation beinhaltet die einzelnen Vorträge der Fachtagung „Sprache und Kommunikation im multikulturellen Pflegeteams“ und fasst die Diskussionen im Plenum und in Arbeitsgruppen zusammen.
Die Fachtagung fand im Rahmen des Modelprojekts „Qualitätsentwicklung um multikulturellen Arbeitszusammenhang Altenpflege“, durchgeführt von Haus Neuland in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Ostwestfalen Lippe e.V. und von der Stiftung Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Als wesentliche Hürde multikultureller Zusammenarbeit in Einrichtungen und Altenpflegediensten werden Sprachprobleme und Kommunikationsschwierigkeiten von der Fachwissenschaft und Fachpraxis benannt. Die Altenpflege stellt hohe sprachliche Anforderungen an Pflegekräfte: Neben Sprachkenntnissen spielen insbesondere die kommunikative Kompetenz im Kontakt mit Pflegebedürftigen und Angehörigen sowie schriftliche und mündliche fachsprachliche Kenntnisse eine wichtige Rolle.
Aufgrund steigender Qualitätsansprüche erweist sich aus Sicht von Arbeitgebern mangelnde Sprachkompetenz als Einstellungs- und Aufstiegshindernis. Unterstützungsangebote zur Erweiterung der (fach-)sprachlichen Kompetenz unterbleiben seitens der Arbeitsgeber. ArbeitnehmerInnen mit einem Sprachförderbedarf scheuen ihrerseits Angebote aufzusuchen, aus Angst „Defizite“ einzugestehen.

Das Sicherstellen der Verständigung ist nicht allein die Verantwortung der MigrantInnen, sondern stellt vielmehr eine Herausforderung für alle im Arbeitsprozess beteiligten dar, ebenso für Führungskräfte und Verantwortliche der Aus- und Fortbildung. Von diesem Leitgedanken ist die Konzeption und Durchführung der dokumentierten Fachtagung geprägt.

  • Prof. Dr. Katharina Gröning, wissenschaftliche Leiterin des Modellprojekts, führt in ihrem Vortrag in die Qualitätssicherung im multikulturellen Zusammenhang Altenhilfe ein.
  • Prof. Dr. Berd Switalla beschreibt aus linguistischer Perspektive die sprachliche Anforderung in der Altenhilfe.
  • Claudia Spahn thematisiert schriftliche Kommunikation in multikulturellen Pflegeteams und bezieht sich hierbei auf Pflegeberichte als integraler Bestandteil von (fachlicher) Verständigung. (Beide Vorträge wurden in der schriftlichen Fassung jeweils um Analysen von Pflegedokumenten erweitert).
  • Elke Rohs beschreibt aus pflegewissenschaftlicher Perspektive die Unterstützung und Integration ausländischer Pflegeschülerinnen am Beispiel eines Sprachkurses.
  • Angelika Ertl weist in ihrem Beitrag auf die Vielfalt kommunikativer und fachlicher Ansprüche im Pflegealltag und auf die interkulturelle Herausforderung, die sich hieraus für alle im Arbeitsprozess Beteiligten ergibt.
  • Brunhild Sander fasst den Verlauf und die Ergebnisse der Fachtagung zusammen.



Haus Neuland

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