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Glossar

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Heteronormativität beschreibt die Normsetzung von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit. Die Herstellung der „heteronormativen Ordnung“ ereignet sich zum einen im Rahmen alltäglicher Praktiken und ist zum anderen auch institutionalisiert. Damit Heterosexualität und die eindeutige Zugehörigkeit zu einem (nämlich dem Geburtsgeschlecht) zur Norm und zur erzwungenen Normalität werden, müssen andere Lebenswirklichkeiten und Geschlechtsidentitäten –wie etwa Intersexualität und transidentische Menschen sowie Homosexualität – tabuisiert, pathologisiert und ausgegrenzt werden. Eine der bedeutendsten Kritiker_innen der heterosexuellen Matrix und der durch Geschlechternormen ausgeübten Gewalt ist Judith Butler.

Wir haben uns entschieden, den Begriff Heteronormativität hier zu definieren, weil wir der Meinung sind, dass eine fundierte Kritik an Ausgrenzungsmechanismen (wie etwa Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit oder aber Sexismus, Behinderung oder Klassismus) auch die Geschlechterordnung in den Blick nehmen muss. Der hier konsequenterweise benutzte _Unterstrich soll dabei Menschen repräsentieren, für die die deutsche Sprache mit ihren semantisch und grammatisch angelegten zwei Geschlechtern keinen Ort schafft: Intersexuelle und transidentische Menschen sowie solche, die sich ihrem Geburtsgeschlecht nicht zugehörig fühlen oder aber keine eindeutige Männlichkeit oder Weiblichkeit verkörpern wollen (z.B. Drag Queens & Kings oder die lesbische Butch und und und ....).

_ eröffnet nach Steffen Kitty Herrmann somit einen Raum, in dem sich Gendermigrant_innen und Heteronormativitätsflüchtigen aller Couleur tummeln können.