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Cognitive Academic Language Proficiency oder Bildungssprache zeichnet sich durch einen hohen Grad an Abstraktheit und das relative Fehlen kontextueller Hinweise aus; anders als im Alltag spielen konzeptuelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit eine bedeutende Rolle. Bildungssprache wird u. a. in akademischen Texten, formalen Briefen und Fachtexten verwendet.

Um bildungssprachliche Fachtexte zu entschlüsseln, benötigen Leser_innen ein Repertoire an Lesestrategien, wie z. B. das Lesen von Texten unter verschiedenen Fragestellungen und die Fähigkeit zur Informationsentnahme. Das Schreiben von Fachtexten erfordert ebenfalls eine ganze Reihe unterschiedlicher sprachlicher und kognitiver Fertigkeiten (z. B. analytisches Denken, Fähigkeiten zum Strukturieren, Vertrautheit mit verschiedenen Textsorten etc. pp.).

Auf der grammatischen Ebene zeichnet sich Bildungssprache häufig durch Nominalisierungen und starken Passivgebrauch aus. Bildungssprachliche Kompetenzen sind eine wichtige Grundlage für fachliches Lernen und berufliches Handeln. Aufgrund der hohen Bedeutung von Bildungssprache für die berufliche Qualifizierung wird heute verstärkt für eine gemeinsame Vermittlung sprachlicher und fachlicher Inhalte – etwa in Form eines integrierten Sprachunterrichts oder Weiterbildungsbegleitender Hilfen – plädiert. Die Unterscheidung zwischen BICS und CALP wurde 1979 von Jim Cummins eingeführt

 

 

Siehe auch:
BICS