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Glossar

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Handlungsorientierung ist im Kontext des berufsbezogenen Sprachunterrichts in ganz direktem Sinn zu verstehen: Die im Sprachunterricht thematisierten Situationen und Problemstellungen erwachsen aus dem beruflichen Alltag der Lernenden. Zur Ermittlung und Integration der relevanten sprachlich-kommunikativen Handlungen bedarf es einerseits der aktiven Mitarbeit der Teilnehmenden an der Planung und Durchführung des Unterrichts und andererseits einer Sprachbedarfsanalyse.

Durch das anschließende Herstellen von Unterrichtssituationen, die möglichst viele berufliche oder lebensweltliche Interaktionssituationen enthalten, werden die Kursteilnehmer_innen besser auf den Arbeitsalltag vorbereitet.

Nach Ernst Maurer sind typische Formen eines handlungsorientierten Unterichts, in dem Arbeitshandlungen mit Deutschlernaktivitäten verbunden werden können, folgende: Projektarbeit, Exkursionen, Aufgaben zur Informationsbeschaffung, Simulationen und arbeitsmarktbezogene Rollenspiele.

Siehe auch:
Berufsbezogene Deutschkurse

Heterogenität - der aus dem Griechischen stammende Begriff für "Ungleichartigkeit" - verweist im Kontext von Unterricht und Bildung auf Lernergruppen, in denen die einzelnen Lernenden unterschiedliche Voraussetzungen und Kompetenzen mitbringen. Häufig wird sich mit Heterogenität auf deutliche Leistungsunterschiede in Sprachkursen oder Schulklassen bezogen.

Heterogenität - darauf verweist die neuere Literatur zu (schulischer) Bildung - ist jedoch immer eine soziale Konstruktion: Was als heterogen wahrgenommen wird, hängt von dem Maßstab ab, mit dem eine bestimmte Homogenität als Normalität definiert wird.

Mittels Binnendifferenzierung und Methodenvielfalt sollen Lehrende im Unterrichtskontext auf verschiedene Lernbedürfnisse eingehen.