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Der im Kontext der Sprachlehr- und lernforschung gebräuchliche Begriff Fossilierung beschreibt die Verfestigung fehlerhafter sprachlicher Gewohnheiten in der Lernersprache. In der Umgangssprache wird "Fossilierung" auch oft durch die Bezeichnung "fließend-falsch-sprechen" ersetzt, die eher die Sprachdefizite in den Sprechhandlungen der Individuen fokussiert als deren Manifestierung in sprachlichen Strukturen.

Ein Ziel des Zweitsprachenunterrichts ist es, fehlerhaft erworbene sprachliche und grammatische Strukturen, die sich bereits über längere Zeit eingeschliffen haben, zu verbessern und angemessenes kommunikatives Handeln zu befördern. Gleichzeitig geht es jedoch weniger um das Erreichen kompletter grammatischer Korrektheit als um das Vermitteln kommunikativer Kompetenz.

Bisher gibt es nur wenige methodische Ansätze für den Zweitsprachenunterricht, die auf das Problem der Fossilierung eingehen.

Siehe auch:
Lernersprache, Kommunikative Kompetenz

Als Fremdsprachen werden die Sprachen bezeichnet, die außerhalb ihres Geltungsbereichs im Unterrichtszusammenhang, z. B. in der Schule oder aber in Sprachkursen im Ausalnd, gelernt werden. Fremdsprachen können zu Zweitsprachen werden, wenn die Sprecher_in beispielsweise in das Land zieht, in dem die früher erlernte Sprache die oder eine der Landessprachen ist.