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Methoden zum Wörter lernen

Nachhaltiges Wörter und Begriffe lernen geschieht meist in mehreren Stufen:

  1. Wort erkennen (die Lautform)
  2. Wort verstehen und merken
  3. Wort benutzen (wiederholt hören, lesen, sprechen, schreiben)
  4. Wort in verschiedenen Situationen frei anwenden

Viele Menschen können sich neue Wörter leichter merken, wenn sie die Wörter nicht für sich allein, sondern in einem in einem Zusammenhang lernen.
Unter den Überschriften finden Sie Beschreibungen von Methoden. um systematisch Wörter zu lernen.

Die neuen Wörter und Wendungen werden langfristig im Gedächtnis gespeicht, wenn sie regelmäßig gebraucht werden. Je mehr man mit anderen kommuniziert, desto mehr baut sich der Wortschatz auf.

Das Lernen einzelner Wörter funktioniert bei den meisten Menschen besser, wenn sie die Wörter ordnen.  Hier finden Sie einige Beispiele von Ordnungssystemen:

  • Oberbegriff ‐ Unterbegriff (z.B. Büromaterial - Stifte - Kugelschreiber, Textmarker, Bleistift)
  • Wortfamilien (verschiedene Wortarten mit gleichem Kern, z.B. Schraube/abschraubbar/zuschrauben/Schraubenmutter)
  • Gegenteil und Synonym (z.B. heiß-kalt; z.B. sympathisch-nett)
  • Wörter in Reihen (z.B. Tag-Woche-Monat-Jahr)
  • Wörter, die ähnlich klingen (z.B. trinken, winken, sinken, Klinken)

Fotos und Bilder sind als Hilfe zum Verstehen und Merken von realen Dingen gut geeignet. Wo es möglich ist, kann man Gegenstände oder Situationen mit dem Handy fotografieren und die Fotos danach beschriften. Das geht mit Textverarbeitungsprogrammen, mit (kostenlosen) Apps oder man druckt die Fotos aus und beschriftet sie per Hand.

Tipp: Unser Gedächtnis kann 7-10 neue Wörter gut verarbeiten. Lernen Sie deswegen mit Bildern oder Bildfolgen mit maximal 10 Begriffen.

Bei einem Wortigel werden um ein Wort oder Bild in der Mitte ungefähr 7 bis 15 Wörter geschrieben.
Das können die Tätigkeiten sein, die zu einem Werkzeug gehören (die Verben),  seine Eigenschaften (Adjektive) oder andere Merkmale.

Ähnlich funktioniert die Visualisierung mit Mindmaps. „Mindmap“ bedeutet „Gedächtnis‐Landkarte“. Im Zentrum steht ein Begriff. Von dort aus führen Wege zu verschiedenen Aspekten des Begriffs. Von den Wgen gehen Pfade ab, die zum Thema des Wegs gehören.  Mit Mindmaps können Sie einen ganzen Sachverhalt übersichtlich ordnen.

Eine Sammlung mit wichtigen Wörtern und Begriffen ist für viele hilfreich: Für zukünftige Kolleg*innen, für Auszubildende und auch für das Tandem. Neben dem Fachwort können auch die betriebsüblichen Bezeichnungen und Abkürzungen stehen.

Es gibt Apps, mit denen Sie ein persönliches Bildwörterbuch anlegen können. Z.B. Mein Vokabular: https://www.hwk-bayern.de/artikel/deutsch-lernen-mit-der-kostenlosen-app-meinvokabular-74,0,8685.html.

Sie können branchenbezogene Wortlisten mit den Begriffen, die in Ihrem Betrieb verwendet und gebraucht werden, ergänzen. Zum Beispiel Berufs-ABC der Bertelsmann-Stiftung https://www.meine-berufserfahrung.de/berufsabc/ oder den Zusammenstellungen aus dem Verlag Handwerk und Technik www.handwerk-technik.de/_files_media/probeseiten/9040_01.pdf oder Wortlisten des Netzwerks Unternehmen integrieren Flüchtlinge https://www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/

Tipp: Ordnen Sie die Begriffe thematisch. Z.B. nach Arbeitsschritten und Abläufen.