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DaZ@work 07/2016

DaZ@work 07/2016

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
dieser Newsletter lädt in mehrfacher Hinsicht zum Perspektivwechsel ein – passend zur nahen Sommerpause, in der nach Tapetenwechsel und Resinnsibilisierung von Körper, Geist und Seele gesucht wird. Matilde Grünhage-Monetti verdeutlicht in ihrem Europa in den Blick nehmenden Essay, wie politische Richtlinien die Praxis berufsbezogener Zweitsprachförderung beeinflussen und hinterfragt dabei u.a. das zugrunde liegende Konzept von Mehrsprachigkeit. Der Buchtipp macht auf den hilfreichen genauen Blick aufmerksam, den ein aktueller Zweig der Soziolinguistik auf die vielfältige höchst komplexe Realität wirft, und nicht zuletzt ziehen sich immer wieder Hinweise auf die digitale Dimension durch diese Ausgabe.

eine anregende Lektüre und eine schöne Sommerzeit
wünscht Ihnen das Redaktionsteam der Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch im Förderprogramm IQ


Andrea Snippe & Susan Kaufmann

aus der Fachstelle +++ aus der Fachstelle +++ aus der Fachstelle +++

Fachliche Begleitung zum berufsbezogenen Sprachförderprogramm
Das ab 1.Juli 2016 bundesfinanzierte berufsbezogene Sprachförderprogramm versteht sich als „Lernendes Instrument": Die Umsetzung wird u.a. von einem Fachgremium begleitet, dem neben dem BMAS und dem BAMF auch Mitglieder des Dialoggremiums Berufsbezogenes Deutsch angehören.
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Geplantes Fortbildungsangebot: Betriebliche Sprachmentorenschulung
Die Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch entwickelt eine Fortbildungsreihe für betriebliche Sprachmentoren. Sie ist gedacht für alle diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Unternehmen, die ihre zugewanderten Kolleginnen und Kollegen beim Erwerb der deutschen Sprache am Arbeitsplatz unterstützen wollen. Als Mentoren stehen sie den Neuen im betrieblichen Alltag zur Seite, wünschten sich aber oft, dass sie die deutsche Sprache besser erklären oder Tipps geben könnten. In der Fortbildungsreihe sollen sie das notwendige Rüstzeug dazu erhalten. Mehr

Guter Start für die Modulreihe „Sprachsensibler Fachunterricht“. Zweiter Durchlauf ab 09.09.2016 in Hamburg
Mit 18 Teilnehmenden ist die modulare Fortbildung Sprachsensibler Fachunterricht am 22. April 2016 gestartet. In drei Modulen à 1,5 Tagen gewinnen Teilnehmende einen Einblick in eine interdisziplinäre Lernprozessgestaltung, die fachliches und sprachliches Wissen miteinander verzahnt. Der Ansatz des sprachsensiblen Fachunterrichts ist hierbei verankert.
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Fortbildungsreihe "Deutsch am Arbeitsplatz" ab September 2016 in Frankfurt
Am 16. September startet wieder ein Durchgang der Fortbildungsreihe „Deutsch am Arbeitsplatz“. Bis Mitte Dezember finden - diesmal in den Räumen von berami e.V. in Frankfurt am Main -insgesamt vier Module statt, die jeweils 1,5 Tage umfassen. Vor dem Hintergrund, Lernen als individuellen und sozialen Prozess zu verstehen, werden Analysen von authentischen Dokumenten und Gesprächen am Arbeitsplatz in die Entwicklung von arbeitsplatzbezogenen Deutsch-als-Zweitsprache-Angeboten einbezogen. Die Fortbildung richtet sich an Planend-Disponierende und Lehrende, die betriebsinterne (Sprach-)Angebote planen, durchführen und evaluieren. Mehr

Spielerisch, digital, in Szenarien oder mit Chunks lernen: Workshops für den berufsbezogenen Deutschunterricht
Lassen Sie sich inspirieren in den Hamburger Workshops zur Didaktik und Methodik des berufsbezogenen DaZ-Unterrichts. Hier geht´s zum Workshop-Angebot der Fachstelle ab September 2016.

Fachtag Digitale Lernwelten
Am 9. Juni 2016 veranstaltete die IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch einen Fachtag zum Thema „Digitale Lernwelten – Potenzial und Qualität" für Kursplanende, Kursleitende, Aus- und Weiterbildende, Fachlehrende sowie zum Thema Forschende. Diskutiert wurde, wie digitale Dimensionen sinnvoll in den (berufsbezogenen) Deutschunterricht integriert werden können.
Die Präsentationen zu den Vorträgen am Vormittag finden Sie hier.

Vertiefen, nachlesen, an der vielstimmigen Fachdiskussion teilnehmen
Unsere immer umfangreicher werdende Auswahlbibliographie "Berufsbezogenes Deutsch & Integriertes Fach- und Sprachlernen (IFSL)" wurde auf den Stand Juli 2016 gebracht.
Hier geht´s zur aktuellen Bibliographie.

Like and Share: Die Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch ist jetzt auch auf facebook.
Zusätzlich zur Rubrik „Aktuelles" auf www.deutsch-am-arbeitsplatz.de haben wir eine facebook-Präsenz eingerichtet, auf der noch mehr aktuelle Nachrichten im Schnittfeld von Deutsch, Migration und Arbeit verlinkt sind. Die facebook-Seite wird administriert von Petra Szablewski-Çavuş und Susan Kaufmann. Hier geht´s zur Facebook-Seite.

reflektierte Praxis +++ reflektierte Praxis +++ reflektierte Praxis +++

Einfluss von policies auf die berufs- sowie arbeitsplatzbezogene Zweitsprachförderung und das Konzept von Mehrsprachigkeit: eine europäische Stichprobe
Matilde Grünhage-Monetti lässt uns in ihrem vielschichtigen Essay aus der Perspektive einer Erwachsenenbildnerin und Koordinatorin zweier Projekte des European Centre of Modern Languages (ECML) des Europarats an den spannenden Ergebnissen der Auseinandersetzung von Expertinnen und Experten u.a aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Serbien, Spanien und Schweden, über die policies der in den Teams vertretenen Länder teilhaben. Sie diskutiert zwei Fragestellungen: Die eine Frage betrifft die Modellierung der berufs- und arbeitsplatzbezogenen Zweitsprachförderung im Zusammenhang mit den entsprechenden strukturellen und juristischen Rahmenbedingungen. Die andere beschäftigt sich mit dem Verständnis von Mehrsprachigkeit, welches den policies zu Grunde liegt, stellt ihre Aktualität und Angemessenheit in Frage und zeichnet ein alternatives Konzept auf.
Hier geht´s zum Essay.

LIAM-Symposium des Europarats
Vom 30. März bis zum 1. April 2016 fand in Strasbourg das vom Europarat im Rahmen seines Menschenrechts-Programm organisierte Symposium „The linguistic integration of adult migrants: lessons from research" statt, von dem viele wichtige Impulse für den Bereich des berufsbezogenen Deutsch als Zweitsprache-Unterricht ausgingen, u. a. zum Sprachlernen am Arbeitsplatz, zur Nutzung von online- oder mobilen Lernangeboten und zum Unterricht für Migrantinnen und Migranten mit niedrigem formalem Bildungsstand (siehe abstracts der Kongress-Beiträge). Ein Schwerpunkt des Symposiums lag auf dem multilingualen Kontext, den Zugewanderte schaffen und in dem sie sich bewegen. Zum Konzept der „translanguaging pedagogy“ von Prof. Ofelia García siehe auch den Beitrag von Matilde Grünhage-Monetti in diesem Newsletter. Die Tagungsdokumentation wird im Februar 2017 beim De Gruyter Verlag erscheinen.

Buchtippp +++ Buchtipp +++ Buchtipp +++

Language and Superdiversity von Karel Arnaut, Jan Blommaert, Ben Rampton, Massimiliano Spotti (Hrsg.). Routledge. 2015.
Als eine erste Synthese der soziolinguistischen Forschung aus dem Blickwinkel des Konzepts “Superdiversity” bietet dieser Band eine gehaltvolle Einführung in aktuelle Themen und Forschungsfragen anhand von drei Schwerpunkten: „Sketching the paradigm, Sociolinguistic complexity, Policing complexity“. Der Begriff ´Superdiversity´ fängt die Beschleunigung und Intensivierung von Prozessen der sozialen Vermischung und Fragmentierung seit den frühen 90er Jahren ein als ein Ergebnis von zwei unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Vorgängen: die neuen Migrationsströme nach dem Kalten Krieg und das Aufkommen und die Verbreitung des Internets und der mobilen Technologien. Das Zusammenspiel dieser Kräfte hat vollkommen neue soziolinguistische Umgebungen entstehen lassen, deren Erforschung ein neues Licht auf die Sprach- und Interaktionsrepertoires wirft, die weit komplexer sind als die bisherigen Vorstellungen von Vielfalt und Multikulturalität zulassen.

Linktipps und Nachrichten +++ Linktipps und Nachrichten +++

Honorarerhöhung für Integrationskursleitende
Seit Jahren wenden sich betroffene Lehrkräfte, Fachverbände, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Gewerkschaft GEW gegen die unzumutbaren Arbeitsbedingungen in Integrationskursen und fordern Festanstellungen mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungs- und Mutterschutz sowie einen Acht-Stunden-Tag – oder zumindest angemessene Honorare. Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat nun am 07. Juli 2016 mit Wirkung zum 1. Juli 2016 die Mindestvergütung, die die Integrationskursträger den selbstständig beschäftigten Lehrkräften zahlen sollen, von 23 Euro auf 35 Euro je Unterrichtseinheit angehoben. Mehr

Digitale Technologien und Ressourcen für die Erwachsenenbildung                                 
In einer Serie von praxisnahen Beiträgen berichtet erwachsenenbildung.at über digitale Möglichkeiten für das Lernen und Lehren von und mit Erwachsenen. Damit sind bislang nicht ausgenützte Chancen verbunden, was Öffnung, Kommunikation und Austausch, aber auch Arbeitserleichterung und Effizienz betrifft. Die Serie soll dazu ermutigen, die technischen Möglichkeiten zu erproben und sich diese letztlich (individuell und als Bildungssektor) zu eigen zu machen. Hier geht´s zur Serie auf dem Portal erwachsenenbildung.at.

Inklusion in 3-D: die Idea-Stores südlich der Themse                                                          
Mit einem kräftigen Windstoß hat die konsequente Umsetzung der Ergebnisse einer Nutzerbefragung den Staub von den Regalen der öffentlichen Bibliotheken im migrantisch geprägten Südlondon geblasen. Herausgekommen sind attraktive Treffpunkte im sozialen Nahraum, die vielfältige multimediale Bildungsangebote zur Verfügung stellen. Verfolgen Sie die spannende Metamorphose von der konventionellen Leihbücherei zu den beflügelnden „Ermöglichungsräumen“ der Idea-Stores nach. Hier geht´s zur Idea-Story.

Lehr- und Lernmaterialien +++ Lehr- und Lernmaterialien +++

Verappredung 3: Arbeiten mit QR Codes                                                                            
Happchen # 3 stellt Ihnen eine einfache Möglichkeit vor, wie Sie Ihren Lernenden in wenigen Schritten authentische (multimediale) Materialien im Präsenzunterricht zur Verfügung stellen können. Mit dem Zugriff auf berufsrelevante Sprechanlässe und Impulse können Redemittel und Strukturen sinnvoll in Übungseinheiten eingebettet und Sprachhandlungen im geschützten Rahmen trainiert werden. Hier geht´s zur Verappredung.

Szenarienbasiertes Kommunikationstraining für die Pflege                                                  
Für den Bereich der arbeitsorientierten Grundbildung und Sprachförderung ist die Publikation  „Guten Morgen Herr Schabulke - Deutsch für den Pflegealltag – ein handlungsorientiertes Weiterbildungskonzept“ entstanden. Das Material wurde konsequent nach der Szenario-Technik entwickelt. Die Publikation kann kostenlos auf der Internetseite der Lernenden Region –Netzwerk Köln heruntergeladen werden oder auch als Print-Version gegen eine Schutzgebühr von 10€ bezogen werden. Hier geht´s zu Deutsch für den Pflegealltag.

Aus der Praxis für die Praxis: berufsfeldspezifische Bedarfs- und Bedürfnisanalysen
Im Rahmen des Projektseminars „Deutsch für den Beruf: Fachliche Handlungsorientierung“ am Herder Institut Leipzig beschäftigten sich Studierende mit der Ermittlung der sprachlichen Handlungsbedürfnisse für identifizierte Berufsgruppen und entwickeln gemeinsam Konzepte für die Vermittlung der Zweitsprache Deutsch. Grundlage dafür sind zielgruppenspezifische Bedarfs- und Bedürfnisanalysen mittels der Sammlung berufsspezifischer Textsorten. Profitieren Sie von der fachlichen Expertise der angehenden Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler: Bisher konnten wir Projektarbeiten zu Deutsch in der Pflege, Deutsch im Berufsfeld Koch/Köchin sowie zu Deutsch im Berufsfeld Busfahrer/Busfahrerin ins Portal einstellen. Hier geht´s zu den Projektarbeiten vom Herder-Institut der Uni Leipzig.

Kommunikation für ausländische Ärzte - Vorbereitung auf den Patienten-Kommunikations-Test in Deutschland von Nabeel Farhan, Michael Wirsching (Hrsg.). Elsevier (2015)
Kommunikation für ausländische Ärzte orientiert sich am Sprachniveau C1 und unterstützt bei der Vorbereitung auf den Patientenkommunikationstest (PKT), der noch vor den Fachsprachprüfungen als interdisziplinär entwickeltes Instrument zur Prüfung von berufsbezogener Sprachkompetenz internationaler Ärztinnen und Ärzte entstanden ist. In der Mehrzahl der Bundesländer gilt zwar jetzt eine von den jeweiligen Ärztekammern festgelegte Fachsprachprüfung. Die Elemente der Fachsprachprüfung (Arzt-Patienten-Kommunikation, Schriftliche Dokumentation sowie Arzt-Arzt-Gespräch) kommen aber auch im PKT vor, der breiter angelegt ist. Zur Rezension.

DaZ@work Fundbüro +++ DaZ@work Fundbüro +++

Eine schallende Ohrfeige, die noch lange nachklingt

Die Irrwege eines jungen Geflüchteten durch das Labyrinth der deutschen Asyl- und Ausländerbürokratie erzählt Abbas Khider in "Ohrfeige". Als Wutrede angelegt gelingt dem deutsch-irakischen Autor ein hochaktueller Text, der unter die Haut geht. In einem Videobeitrag des Bayerischen Rundfunks führt Abbas Khider selbst in seinen höchst zeitgenössischen Schelmenroman ein. Hier geht´s zum Video.

 

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Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales
und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

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