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Projekt InLiQua

„Qualifizierung wirkt“ - Rückmeldungen der Teilnehmenden

Vielfalt im Schulungsraum
Die 1. Förderperiode unseres InLiQua-Projekts von 2023-2025 neigt sich dem Ende zu.  In dieser Zeit durften wir im Rahmen von fünf InLiQua-Kurse in den Räumlichkeiten der PASSAGE 70 Teilnehmende aus 20 verschiedenen Herkunftsländern kennenlernen und begleiten.
So bunt wie das Spektrum der Herkunftsländer waren ebenso die studierten Abschlüsse im Heimatland sehr vielfältig. So gab es sowohl die Teilnehmenden, die klassische Unterrichtsfächer im Rahmen der allgemeinbildenden (Grund-)Schulbildung studiert hatten (Vorschulpädagogik, Englisch, Mathematik, Geschichte, Sport, Kunst, Musik, Geographie, Philosophie u.a.) und viele Jahre im Schuldienst ihres Heimatlandes verbracht hatten, als auch solche, die nach Abschluss ihres Studiums beispielsweise als Unidozent*in in Geistes- oder  Kommunikationswissenschaftlichen Bereichen oder auch in der beruflichen Ausbildung tätig waren. 

Das Programm: Theorie und Praxis im Vergleich
Unsere bis jetzt durchgeführten Qualifizierungen umfassten zwischen 490 und 515 UE und dauerten ca. 6 Monate. Vier Basismodule bildeten den Sockel der Qualifizierung: Grundlagen der pädagogischen Arbeit, Pädagogik, Psychologie und Recht. 
Flankierende Inhalte gab es im Bereich Medienkompetenz, Interkulturelle Kompetenz sowie Kommunikation im Beruf. 
Die theoretischen Inhalte wechselten sich mit einem vier- bis fünfwöchigen Praxiseinsatz an Hamburger Schulen ab, sodass auch ein direkter Transfer in die Praxis möglich war. 

 

Basismodule

Ergänzende Module

M1 Grundlagen

M2 Pädagogik

M3 Psychologie

M4 Recht

Projektarbeit

Medienkompetenz

Interkulturelle Kompetenz Bewerbungstraining

Integrierte Inhalte

Kommunikation im Beruf

Praxiseinsätze und Evaluation der Praxiserfahrung

Portfolioarbeit

Abbildung 1: Struktur der Qualifizierung


Und was war am Ende im Gepäck?
Durch die Kombination aus theoretischen Inhalten während der Unterrichtsmodule sowie praktischer Erfahrungssammlung während der Praxiseinsätze an Grundschulen und weiterführenden Schulen hatten unsere Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre vielfältigen Berufserfahrungen aus den Herkunftsländern einzubringen, diese mit dem Schulsystem in Deutschland zu vergleichen und sich dadurch fachlich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig konnten inhaltlich Informationen und Kenntnisse aus den Unterrichtsmodulen in den Arbeitsalltag Schule/GBS integriert werden.
Am Ende jedes Durchgang führten wir eine Befragung durch, um u.a. herauszufinden, was für die Teilnehmenden in der Qualifizierung gewinnbringend war (siehe Abb. 2).
Fast alle InLiQuas (90 %) haben angegeben, dass sie in der Qualifizierung praktische Erfahrungen gesammelt haben. Die meisten (70 %) haben sich auch fachlich entwickelt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden konnten sich sprachlich verbessern (65 %) und mehr Sicherheit in ihre Kompetenzen gewinnen (60 %) und 10 % haben geantwortet, dass sie wertvolle Kontakte geknüpft haben. 

Abbildung 2: Rückblick auf Qualifizierung

Die geringe Anzahl der Nennungen zum letzten Punkt könnte auf eine individuelle Herausforderung hindeuten oder dass in diesem Bereich ggf. ungenutztes Potenzial besteht. Wir möchten diesen Bereich noch stärker ausbauen und gezielt unterstützen, z.B. durch Strategietraining, Einladung weiterer Expert*innen, Gruppenbildung und Alumni-Treffen.
Hier finden Sie die Interessent*innen-Liste, denn es geht in der nächsten Förderperiode 2026 – 2028 weiter. https://www.deutsch-am-arbeitsplatz.de/inliqua/interesse