Ausdruck von www.deutsch-am-arbeitsplatz.de

Sprachstandsfeststellung / Testen und Prüfen

Christina Kuhn, Jena (2015): Hast du keinen Mülleimer? – Der GER im Spannungsfeld von Arbeitsalltag und Sprachenpolitik

Seit seiner Einführung 2001 ist der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER) in der Diskussion. Einschätzungen des GER reichen von „Instrument zur differenzierten Planung, Beschreibung und Bestimmung der (fremd)sprachlichen Handlungskompetenz am Arbeitsplatz“ bis zu "unzulänglich in Bezug auf die authentische Sprachverwendung im Arbeitsalltag". Mit Schwerpunkt auf dem berufsbezogenen Fremdsprachenerwerb zeigt Christina Kuhn an Beispielen, welche Rolle der GER bei der berufsbezogenen Bedarfs-, Material- und Unterrichtsplanung spielen kann und welche zusätzlichen Konzepte und Instrumente seit 2001 entwickelt wurden, um die GER-Lücken zu füllen und ihn zur Bestimmung kommunikativer Anforderungen der Arbeitswelt und darüber hinaus zu nutzen.

Mehr

Literaturbericht: Sprachliche Anforderungen und Sprachtests im Migrations- und Integrationsbereich

Vor dem Hintergrund der um sich greifenden Praxis, sprachliche Anforderungen und die Verwendung formeller Sprachtests als Voraussetzungen für die Erteilung von Einreisevisa und Niederlassungsbewilligungen und/oder für Einbürgerungen einzuführen, ist ein sehr hilfreicher Literaturbericht am wissenschaftlichen Kompetenzzentrum für Mehrsprachigkeit (KFM) entstanden, der die akademische Debatte zu diesen Anforderungen und den dazugehörigen Beurteilungsinstrumenten nachzeichnet. 

Evelyne Pochon-Berger und Peter Lenz vom Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Fribourg (CH) haben dazu folgende Aspekte auf der Basis der jeweiligen wissenschaftlichen Publikationen beleuchtet: Zum einen werden die neuesten Entwicklungen bezüglich sprachlicher Anforderungen und formeller Sprachtests für Migrantinnen und Migranten dargestellt, zum anderen die zentralen Kritikpunkte und Argumente in den meist kritischen Diskursen, die sich mit diesen Entwicklungen befassen. In einem dritten Schritt wird die Validität der Beurteilung von Sprachkompetenzen und der Sprachtests im Migrations-und Integrationsbereich unter die Lupe genommen.

Mehr

Berufsbezogene Sprachkompetenz feststellen, fördern und zertifizieren, Fachtag am 28.11.2013

Am 28. November 2013 fand in Hamburg unsere Tagung "Berufsbezogene Sprachkompetenz feststellen, fördern und zertifizieren" statt. Laden Sie sich hier die Tagungsdokumentation herunter.

- Zum Vortrag von Prof. Dr. Piet van Avermaet (Universität Gent) "How policy disaffirms the glocalized reality: Language tests for citizenship and integration" stellen wir zusätzlich einen Videomitschnitt und die Powerpräsentation zur Verfügung.

- Zum Vortrag von Prof. Dr. Marion Döll (PH Öberösterreich) „Herausforderungen der Modellierung berufsbezogener Sprachkompetenz - Ein Überblick zu Verfahrenstypen, Gütekriterien und Kontroversen" finden Sie die Powerpoint-Präsentation.

 

Zur Feststellung von Deutschkenntnissen für medizinische Berufe

Prof. Dr. Jörg Roche vom Institut für Deutsch als Fremdsprache an der Ludwig-Maximilians-Universität München schreibt über die sprachlichen Probleme von Ärztinnen und Ärzten sowohl in der Arzt-Patienten- als auch in der interkollegialen Kommunikation. Sie entstehen weniger aufgrund von Problemen mit der deutschen Grammatik als daher, dass die Spielregeln der Fachkommunikation und der dahinter liegenden fachlichen und sozialen Konzepte nicht bekannt sind. Gängige Sprachtests können diese Kompetenzen nur unzureichend abdecken. Gute grammatikalische Mittelstufen-Kenntnisse einer Sprache (Stufe B2 nach dem GER) sind daher nicht gleichbedeutend mit guten kommunikativen Kompetenzen, schon gar nicht, wenn es um die Fach- und Berufssprache geht. 

Zum Download des Artikels (pdf-Datei, 235 kb)

 

Eilert-Ebke, Gabriele; Hartmann-Scheer, Ingrid (2012): Lehrerfortbildung zur Szenario-Methode und IHK-Zusatzqualifikation berufsorientierte Fremdsprache für Schüler.

Ziel der “IHK-Zusatzqualifikation berufsorientierte Fremdsprachen
für Schüler allgemein bildender Schulen”
  ist, Kommunikationsformen, die später auch in ähnlicher Weise im Beruf verwendet werden, bereits in den Schulunterricht zu integrieren. Schüler sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihre kommunikativen Skills praxisorientiert in einer Fremdsprache unter Beweis zu stellen und so für reale Bewerbungssituationen um einen Ausbildungsplatz gut vorbereitet zu sein. Die dabei durchgespielten Szenarien reichen bsplw. anhand eines simulierten Bewerbungsprozesses für ein Auslandspraktikum von der ersten Kontaktaufnahme per Brief oder Email über ein Telefonat bis hin zum Bewerbungsgespräch.


Das 2004 erstmals durchgeführte und 2006 mit dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichnete Projekt ist als Folge einer Initiative der IHK-Düsseldorf entstanden. Unter dem Motto «Schule – Wirtschaft: Partner für Fremdsprachen» haben sich Vertreter der IHK-Düsseldorf, des Comenius Gymnasiums in Düsseldorf und der dort ansässigen Firma Henkel KgaA unter Einbeziehung der Bezirksregierung Düsseldorf an einen Tisch gesetzt.

Einen guten Einblick in den Aufbau der szenarienbasierten Zusatzqualifikation und Zertifikatsprüfung sowie methodisch-didaktische Hinweise aus der parallel entstandenen Lehrerfortbildung erhalten Sie in dieser Präsentation (1,9 MB).

Die 14. Grazer Tagung Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache: Sprachstandsfeststellung

Am 17. und 18. Juni 2011 fand an der Karl-Franzens-Universität Graz die "14. Grazer Tagung Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache" statt. 

Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung standen verschiedene Beiträge rund ums Thema Sprachstandsfeststellung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. 

Zum Tagungsbericht