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Mehrsprachigkeit

Einfluss von policies auf die berufs- sowie arbeitsplatzbezogene Zweitsprachförderung und das Konzept von Mehrsprachigkeit: eine europäische Stichprobe

Matilde Grünhage-Monetti lässt uns in ihrem vielschichtigen Essay aus der Perspektive einer Erwachsenenbildnerin und Koordinatorin zweier Projekte des European Centre of Modern Languages (ECML) des Europarats an den spannenden Ergebnissen der  Auseinandersetzung von Expertinnen und Experten u.a aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Serbien, Spanien und Schweden, über die policies der in den Teams vertretenen Länder teilhaben. Sie diskutiert zwei Fragestellungen: Die eine Frage betrifft die Modellierung der berufs- und arbeitsplatzbezogenen Zweitsprachförderung im Zusammenhang mit den entsprechenden strukturellen und juristischen Rahmenbedingungen. Die andere beschäftigt sich mit dem Verständnis von Mehrsprachigkeit, welches den policies zu Grunde liegt, stellt ihre Aktualität und Angemessenheit in Frage und zeichnet ein alternatives Konzept auf.

Hier geht´s zum Essay.

Konferenz MEVIEL - Mehrsprachigkeit und Vielfalt

Die Konferenz „gemma mëhršpråçhıg - samma vıélfæltıg! - Mehrsprachigkeit und Vielfalt - Eine Ressource in der Bildungs- und Beratungsarbeit“ am 23. Mai 2014 im Bildungszentrum der AK Wien wurde vom Verein Projekt Integrationshaus im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft MEVIEL in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien organisiert. Sie beschäftigte sich mit Lernorten, Basisbildungsmaßnahmen, Lernbegleitung, Beratung und Fort- und Weiterbildung für Personen mit Schwerpunkt in der Arbeit mit Jugendlichen. Dazu wurden Ergebnisse und Produkte aus der EP MEVIEL im Rahmen von Vorträgen und Workshops präsentiert. Ziel der Konferenz war es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Mehrsprachigkeit und Vielfalt als Ressource in Bildungs- und Beratungsprozessen sichtbar und für den Lernprozess nutzbar gemacht werden können.

Zur Dokumentation der Konferenz

Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz: Sprach- und Integrationsmittler bauen Brücken für die Kommunikation

Dass Menschen mit Migrationserfahrung zunächst wenig Deutsch sprechen und verstehen, verstellt oft den Blick auf die vielfältigen Kompetenzen, die jede und jeder einzelne mitbringt. U. a. sind Migrationen und Migranten zwei- oder gar mehrsprachig, können sich durch ihre eigene Lebenserfahrung in die Lebenswelt von anderen Zugewanderten eindenken und bringen viel Navigationskompetenz in unterschiedlichen kulturellen Welten mit. 

Die Qualifizierung zum Sprach- und Integrationsmittler baut auf diesen Kompetenzen auf und eröffnet damit Berufsperspektiven und Zugänge zum Arbeitsmarkt. Varinia Morales, Geschäftsführerin vom Kölner Bildungsträger bikup beantwortete im folgenden Interview unsere Fragen zum Fortbildungsgang “Sprach- und Integrationsmittler”, der Anfang Mai 2013 zum achten Mal gestartet ist.

Zum Interview

„Baustelle Mehrsprachigkeit – Herausforderung für Berufswelt und Arbeitsplatz“, Tagung am 23.-24.1.2013

Zum zweiten Mal fand in Kooperation der VHS Wien mit der Arbeiterkammer  Wien, dem Netzwerk SprachenRechte und der Universität Wien eine Konferenz statt, die sich dieses Jahr dem Thema Mehrsprachigkeit als Ressource und Herausforderung widmete. VertreterInnen aus Forschung, Unterricht und Praxis berichteten und diskutierten dabei über den Umgang mit Mehrsprachigkeit in verschiedenen Unternehmensbereichen, im Bankwesen, bei Polizei und Militär, in der Bauindustrie, der Berufsbildung sowie an der Universität. Sichtbar wurden dabei viele Erfolg versprechende Modelle, auf welche Weise aus einer „Baustelle Mehrsprachigkeit“ ein tragfähiges Gebäude entstehen kann, in dem die Vielfalt der Sprachen geschätzt, gefördert und genutzt wird.
Auf der Homepage der Arbeiterkammer Wien finden Sie einen Tagungsrückblick incl. Materialien der Vorträge zum Download sowie einen Kurzfilm von der Konferenz. (lernraum.wien)

 

Bernd Meyer (2008): Nutzung der Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund

Inwiefern wird Menschen mit geringen Deutschkenntnissen der Zugang zu medizinischen, sozialen oder gewerblichen Dienstleistungen durch die Kommunikation in ihren Herkunftssprachen erleichtert? Das ist eine der Fragen, die im Rahmen der Expertise „Nutzung der Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund“ untersucht werden.

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Das Brett ist dick, das wir da bohren: ein konstruktiver Vorschlag

„Ich war einmal mit einem türkischen Staatsgast in einer Kita, als Gastgeschenk hatte die Besucherin Kinderbücher mitgebracht. An und für sich eine schöne Idee – wären es nicht ausgerechnet türkischsprachige Kinderbücher für eine Kita gewesen, in der wir mühsam daran arbeiten, dass türkischstämmige Kleinkinder früher und besser Deutsch lernen.“ - So wird die Familienministerin Kristina Schröder in einem Artikel der WELT zitiert. 

Liebe Frau Bundesfamilienministerin Schröder: Na und? Sie haben doch hoffentlich auch schon von Vorschul- und Grundschulpädagogen gehört, dass das Vorlesen – als solches - in jungen Jahren wichtig ist für die kindliche Aneignung und Entwicklung von Sprache und Literalität und dass es dabei nicht so wichtig ist, in welcher der beiden Sprachen vorgelesen wird. Wichtig für die Sprachentwicklung ist, dass der Vorleser sich in der vorgelesenen Sprache wohlfühlt und auskennt. Danken Sie doch der Besucherin für das Gastgeschenk und bitten Sie sie, gelegentlich auch in die Kita zu gehen, um aus dem Geschenk vorzulesen,

empfiehlt Petra Szablewski-Çavuş .

 

Synästhetik alla turca

Mit den Augen hören und Bildern lauschen: Ein witziges und grafisch sehr kreatives virtuelles Spracherlebnis oder eine Verunglimpfung der türkischen Sprache? Entscheiden Sie selbst! 

Zum Fundstück des Monats

 

Für alle, die den türkischen Text nicht verstehen, hier die erste Strophe und die deutsche Übersetzung des Liedes.

 

Und hier noch mehr Videos und Hintergrundinfos für neugewonnene coldmirror-Fans.