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Lehrkräfte

Wer Deutsch als Zweitsprache für Geflüchtete unterrichtet, muss dafür aus- bzw. fortgebildet sein - und gut bezahlt werden

Unsere Mitarbeiterin Susan Kaufmann geht in ihrem Plädoyer hier auf die aktuelle Diskussion zur Qualifizierung von Lehrkräften, die mit Geflüchteten arbeiten, ein.

Laden Sie sich den Text hier herunter.

"Ausgenutzt: Sprachlehrer für Flüchtlinge". Ein Beitrag von ZDF frontal21

Für Kurse Deutsch als Zweitsprache - u. a. die vom BAMF geförderten Integrationskurse - werden dringend qualifizierte Deutschlehrkräfte benötigt. Doch sind diese, das zeigt der Beitrag von frontal21 vom 15.3.2016, viel schlechter gestellt als ihre etwa in den Berufsschulen angestellten Kolleginnen und Kollegen und leben an der Armutsgrenze. Was der Beitrag nicht zeigt: Viele dieser unterbezahlten Lehrkräfte wechseln derzeit von der Erwachsenenbildung an allgemein- und berufsbildende Schulen, wo dringend DaZ-Expertise gebraucht wird. Woher sollen aber in Zukunft fachkompetente und gut fortgebildete Lehrkräfte für die Deutschkurse mit Erwachsenen kommen?

Zum Beitrag in der ZDF-Mediathek und zum Begleittext

Professionalität und Ehrenamt in der Spracharbeit für Flüchtlinge

Christiane Carstensen vom Sprachinstitut Bielefeld des Internationalen Bundes (IB) thematisiert in ihrem Artikel den Spagat zwischen Professionalität einerseits und Ehrenamt andererseits anhand der dringend benötigten Sprachunterstützung Geflüchteter. Sie nimmt Bezug auf ein Praxisbeispiel, das von der AWO Bielefeld eingerichtete Sprach-Café Bonvenon, welches zeigt, wie sich professionelle Sprachbildung und ehrenamtliche Unterstützung komplementär ergänzen können.

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Schwerpunktthema bei der GEW: "Wilder Westen Weiterbildung"

Die Oktoberausgabe 2014 der Zeitschrift Erziehung und Wissenschaft

 (E & W) widmet sich unter dem Titel „Wilder Westen Weiterbildung“ der Kritik an den schlechten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der öffentlich geförderten allgemeinen und beruflichen Weiterbildung. Dass Qualität in der Bildungsarbeit nicht mit prekärer Beschäftigung, Lohndumping, Scheinselbstständigkeit und Unterfinanzierung zu vereinbaren ist, wird hier deutlich dargestellt und angeprangert.

Hier gelangen Sie zur Website der GEW und dem Schwerpunktthema Weiterbildung.

GEW (2010): Schwarzbuch Weiterbildung

Mit dem "Schwarzbuch – Beschäftigung in der Weiterbildung" wendet sich die GEW gegen die unzumutbaren Arbeitsbedingungen im Weiterbildungssektor und die Ausweitung prekärer Arbeit in diesem Bildungsbereich. Sie bietet mit dem Schwarzbuch Informationen gegen einen schleichenden Gewöhnungsprozess an prekäre Arbeit, gegen das Schönreden und gegen die Verherrlichung der Marktgesetze in der Weiterbildung. 
Laden Sie sich das Schwarzbuch hier herunter.

 

Von der Hand in den Mund? GEW-Studie zur Arbeitssituation von Erwachsenenbildner_innen

Orientiert man sich an öffentlichen und medialen Diskursen zur Bedeutung von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen, müsste die Tätigkeit von Dozent_innen, Kursleiter_innen und Weiterbildner_innen eine hohe gesellschaftliche Anerkennung – und einen entsprechenden Lohn – nach sich ziehen. 

Zum abstract und zur Studie

 

„Gut, dass Kursleiter nie krank werden“: eine Postkartenaktion der Hamburger Honorardozenten

Mit einer originellen Aktion machen Kursleitende der Hamburger Volkshochschule auf ihre prekäre soziale Lage aufmerksam. Es wurden 3.000 farbige Postkarten verteilt  - mit der Bitte, sie an Schulsenator Ties Rabe (SPD) zu schicken. Darauf zu sehen ist ein Spanisch-Dozent, mal an Krücken, mal am Tropf, mal in eine Decke gehüllt. 

Postkartenaktion (Karte 1)

Postkartenaktion (Karte 2 und 3)