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Durchführung und Weiterentwicklung der Modulreihe „Sprachsensibler Fachunterricht“

Sowohl im ersten als auch im zweiten Halbjahr 2016 wurden die 1,5tägigen Module zu folgenden Themen durchgeführt:

    Modul 1:     Grundlagen eines sprachsensiblen Fachunterrichts, Konzepte & Anforderungen
    Modul 2:     Unterrichtsinteraktion sprachförderlich gestalten, Strategien & Methoden
    Modul 3:     Aufgaben und Übungen sprachförderlich gestalten, Prüfungsvorbereitung optimieren

Im ersten Durchlauf nahmen 18 Lehrkräfte (12 Frauen, 6 Männer) teil. Der zweite Durchlauf umfasste 16 Teilnehmende (14 Frauen, 2 Männer). Diese Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Einrichtungen beruflicher Aus- und Weiterbildung, aus Berufs- und Gewerbeschulen, von Bildungsträgern und aus gemeinnützigen Einrichtungen. Dort sind sie mit unterschiedlichen pädagogischen Aufgaben betraut, wie der Durchführung von fachtheoretischer oder fachpraktischer Unterweisung in Ausbildung oder Umschulung in diversen Berufsfeldern, in der Berufs- und Ausbildungsvorbereitung, im Stütz- und Förderunterricht, im allgemeinbildenden Unterricht wie auch im DaZ-Unterricht sowie im Bewerbungstraining oder der Praktikumsbetreuung. So heterogen die Gruppenzusammensetzung auch war, einte doch alle ein großes Engagement und starkes Interesse für ihre Lernenden mit Deutsch als Zweitsprache. Besonders zeigte sich ein Fortbildungsbedarf und –interesse aufgrund des Zuwachses von  (jungen) Geflüchteten mit noch geringen Deutschkenntnissen in fast allen Einrichtungen.

Das Feedback der teilnehmenden Lehrkräfte spiegelte den aktuellen Bedarf an methodisch-didaktischen Instrumenten wider, um ein effektives und individuelles Erlernen der deutschen Sprache bei den eigenen Lernenden unterstützen zu können. Besonders positiv bewertet wurden an der Fortbildungsreihe daher die zur Verfügung gestellten Methoden, Materialien und Literaturtipps. Ebenso die konstruktive, praxisorientierte Atmosphäre sowie die Möglichkeiten des kollegialen Austauschs wurden begrüßt. Die zum Teil kritisch betrachtete hohe Fachlichkeit wird mit der Entwicklung eines noch stärker praxis- und prozessorientierten Formates für 2017 an die unterschiedlichen Voraussetzungen angepasst.

Die somit gewonnenen Erfahrungen wurden in einem zweitägigen intensiven Train-The-Trainer-Workshop im November 2016 in Dresden aufgegriffen, reflektiert und bearbeitet und fließen nun in regional angepasste Formate im IQ Landesnetzwerk Sachsen ein. Ähnliche Kooperationen werden im Januar 2017 in einer IQ Arbeitsgruppe in Berlin geplant. Die bundesweiten Termine für die Durchführung des Fortbildungsformates finden Sie Anfang 2017 auf unserer Webseite.

Jana Laxczkowiak