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Arbeitsschwerpunkte 2017: Konzepte für das Programm Berufssprachkurse und Lehrkräftequalifizierung

Die Umsetzung der „Verordnung zur berufsbezogenen Deutschsprachförderung“ („DeuFöv“ – das Programm firmiert zukünftig unter dem Namen „Berufssprachkurse“) ist seit diesem Sommer ein zentrales Thema in der Arbeit der Fachstelle: Im Dezember entwickeln wir das Spezialmodul zur Sprachqualifizierung im Kontext der Anerkennung akademischer Heilberufe. Das Konzept für die Pflegeberufe wird im Sommer 2017 folgen. Bei der Erstellung der Module zeigt sich uns einmal mehr, wie wertvoll hier die Einbindung der Praxiserfahrung und Expertise der IQ-Teilprojekte zur Sprachqualifizierung in einzelnen Berufsfeldern ist.

Um diese IQ-Expertise der Teilprojekte auch in der operativen Umsetzung der Berufssprachkurse im Kontext von Anerkennungsverfahren zu verankern und für die Praxis nutzbar zu machen, können die entsprechenden Träger zudem im nächsten Jahr die Zulassung für die Umsetzung auch einzelner Spezialmodule, wie z.B. die Sprachqualifizierung für Medizinerinnen und Mediziner, beim BAMF beantragen. Nähere Informationen dazu finden sich auf der Website des BAMF.  Zur Sicherstellung der Qualität der Angebote wird es notwendig sein, die Förderbedingungen der Kurse, wie z.B. die Anzahl der Teilnehmenden, entsprechend anzupassen.

Aus Sicht der Fachstelle und der Fachgruppe Berufsbezogenes Deutsch wird der Bereich der Lehrkräftequalifizierung zukünftig eine noch wichtigere Rolle spielen als bisher. Die stärkere Ausrichtung der neuen Berufssprachkurse auf höhere Niveaustufen impliziert entsprechende Erfahrungen und Kompetenzen auf Seiten der Lehrkräfte. Dies gilt ebenso für die zahlreichen neuen Deutschkursangebote auf den Niveaustufen A1/A2, deren Inhalte zunehmend arbeitsmarktbezogen gestaltet werden sollen. Gegenwärtig werden diese erweiterten Anforderungen an das Lehrpersonal im Förderprogramm IQ ermittelt und von der Fachstelle in Kooperation mit den LNW in neue Konzepte und Strukturen der bundesweiten Fortbildungsangebote zum Berufsbezogenen Deutsch eingearbeitet.

Weitere Arbeitsfelder, in denen das Förderprogramm IQ auch weiterhin als Entwicklungs- und Erprobungsfeld eine hohe Bedeutung hat, sind die betriebliche Weiterbildung Deutsch am Arbeitsplatz, individuelle und digitale Lernangebote sowie selbstverständlich das Integrierte Fach- und Sprachlernen: Die neue Verordnung zur berufsbezogenen Sprachförderung sieht ja u.a. die Möglichkeit vor, Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik SGB II und III mit den Berufssprachkursen zu kombinieren. Wir sehen hier eine sehr gute Chance, erprobte Ansätze eines Integrierten (und nicht nur kombinierten ...) Fach- und Sprachlernens in die Regelangebote zu transferieren. Empfehlungen hierzu werden wir natürlich in die Entwicklung der Konzepte v.a. zu den fachspezifischen Modulen der neuen Berufssprachkurse aufnehmen.

Im Namen des Teams der Fachstelle sage ich allen Kolleginnen und Kollegen herzlichen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die vielen fachlichen Impulse in diesem Jahr! 


Iris Beckmann-Schulz