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Positionspapier des Förderprogramms IQ „Arbeitsmarktintegration für Migrantinnen und Migranten - auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft“

Das Positionspapier des Förderprogramms IQ „Arbeitsmarktintegration für Migrantinnen und Migranten- auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft“ möchte als sogenanntes „Living Paper“ verstanden werden. Es bildet die Grundpositionen des Förderprogramms zu zentralen migrationsspezifischen Hauptthemen ab. Hintergrund für das Papier war der Impuls der Kanzlerin auf dem 6. Integrationsgipfel, das Konzept der Inklusion auch für migrationsspezifische Fragen anwendbar zu machen (siehe Pressemitteilung vom 28.05.2013). Das Förderprogramm IQ möchte diese Chance auf gesellschaftliche Einflussnahme und Public Relation ergreifen und das Thema zur öffentlichen Diskussion stellen.

Die Präambel stellt kurz den Gedanken der Inklusion dar: Die Einführung des Inklusionsbegriffs soll nicht als formale Ablösung des alten Begriffs „Integration“ verstanden werden, sondern einen inhaltlichen Konzeptwechsel in Gang setzen. Der Blick auf Defizite wird aufgehoben, Teilhabe und Chancengleichheit bezogen auf den Arbeitsmarkt werden fokussiert, Zugangshürden werden abgebaut.

Das Papier ist in drei große Bereiche gegliedert:

  • Willkommens- und Wertschätzungskultur: Eine Willkommens- und Wertschätzungskultur im Sinne einer inklusiven Gesellschaft schließt alle Bürgerinnen und Bürger mit ein, nicht nur bestimmte Zielgruppen. Die Idee der Förderung benachteiligter Zielgruppen wird aufgegeben. Bezogen auf Einwandernde und den Arbeitsmarkt sollen nicht nur Fachkräfte, die gebraucht werden, willkommen geheißen werden, sondern alle Menschen, die einwandern, ungeachtet ihrer beruflichen Qualifikation. In die Verantwortung genommen wird der Bund, der verstärkte Angebote zu Vor- und Erstintegration machen soll. Länder und Kommunen sind gefordert, zielgerichtete regionale Konzepte und Angebote zu intensivieren. Unternehmen und Institutionen werden angeregt, sich interkulturell zu öffnen und das Thema Sprache am Arbeitsplatz an zentraler Stelle zu platzieren. Schließlich sollen Medien in ihrer Berichterstattung Wertschätzungskultur abbilden.
  • (Managing) Diversity: Politik und Wirtschaft stehen in der Verantwortung, gerechte Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen. Unternehmen und Institutionen öffnen sich verstärkt interkulturellen Prozessen und bauen Diskriminierung ab.
  • Netzwerke: Die Landesnetzwerke befördern eine passgenaue und zeitnahe Verzahnung von regionalen Angeboten. Sie regen einen bundesweiten gemeinsamen Austausch und Lernprozess bezüglich zielorientierter Konzepte an. Innerhalb der Landesnetzwerke wird ein sinnvoller Umgang mit Zuwendungsmitteln gestaltet.

Hier können Sie sich das Positionspapier als pdf (3,1 MB) herunterladen.