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Ist Inklusion gerecht? Inklusions-Forschung in leichter Sprache

Simon Seitz, Nina-Kathrin Finnern, Lisa Pfahl, Katja Scheidt (Hrsg.)
Herausgegeben von der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Lebenshilfe-Verlag Marburg 2013


Das vorgestellte Buch hat unterschiedliche Beiträge zum Thema Inklusion in Leichte Sprache übersetzt. Grundlage ist die Publikation „Inklusiv gleich gerecht? Inklusion und Bildungsgerechtigkeit (Klinkhardt Verlag)“ ein Sammelband mit Beiträgen unterschiedlicher Forscher_innen und Disziplinen zu Fragen der Integrations- und Inklusionsforschung. Die Spannbreite der Fragestellungen reicht von Grundsatzfragen, Frühkindlicher Bildung, Schule und Schulentwicklung, Professionalisierung, Bildungspolitik bis hin zu Ausblick und Perspektiven.

Die Regeln der Leichten Sprache sind im Netzwerk Leichte Sprache der Lebenshilfe e.V. entwickelt worden, um Menschen mit Lern- und Leseschwierigkeiten schwierige Texte zugänglich zu machen. Näheres dazu unter http://www.leichtesprache.org/. Die inhaltliche Gestaltung und visuelle Umsetzung der Publikation orientiert sich an den Regeln der „Leichten Sprache“. Das Buch bietet anschauliche Bilder für unterschiedliche Begriffe und Themen an. Die „schweren Worte“ werden eingangs definiert (Inklusion, inklusives Bildungs-System und Bildungs-Gerechtigkeit).

Auf der Wortebene:
Kurze Wörter werden bevorzugt. 
Ist dies nicht möglich, werden lange Wörter mit Binde-Strich getrennt, weil sie so leichter zu lesen sind.
Es werden immer die gleichen Wörter für die die gleichen Dinge benutzt. 
Auf Fach-Wörter und Fremd-Wörter wird verzichtet.
Wenn dies nicht möglich ist, werden schwere Wörter erklärt.
Auf Abkürzung wird verzichtet.
Verben und aktive Wörter werden bevorzugt.
Der Genitiv wird vermieden.

Auf der Satz- und Textebene: 
Ein Gedanke /eine Idee wird in einem Satz ausgedrückt.
Jeder neue Satz steht in einer neuen Zeile.
Positive Sprache wird benutzt.
Der Text hat viele Absätze und Überschriften.
Aufzählungspunkte helfen wichtige Dinge hervorzuheben.

In dem Buch wird deutlich, dass Schreiben in Leichter Sprache gar nicht so leicht ist.
Vielen Dank an die Autorinnen und Autoren für die Mühe, das Thema Inklusion vielen zugänglich zu machen, vor allem denjenigen, die es betrifft.

Tatiana La Mura Flores


Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.Lebenshilfe-Verlag Marburg