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Arbeitsmarktpolitik

IAB Aktueller Bericht "Formale Überqualifizierung von Ausländern"

"Ausländische Beschäftigte mit einem beruflichen Abschluss sind mit 22,5 Prozent mehr als doppelt so häufig überqualifiziert tätig wie vergleichbare Deutsche. Auch bei Meistern, Technikern und Akademikern sind die Anteile überqualifizierter Ausländer etwas höher. Sowohl bei Ausländern als auch bei Deutschen konzentrieren sich die meisten überqualifiziert Beschäftigten in zwei Berufshauptgruppen: Rund ein Viertel der überqualifiziert Beschäftigten sind in Verkehrs- und Logistikberufen sowie in Berufen in Unternehmensführung und -organisation tätig." Dies sind zwei wichtige Ergebnisse im neuesten Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), Nürnberg.

 Zum IAB Aktuellen Bericht 13/ 2015

 

IAB Studie zur Arbeitsmarktintegration von Einwanderern

Einwanderung nach Deutschland zahlt sich für die Migranten wirtschaftlich aus. Dieses Fazit zieht die Längsschnittuntersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von 2014, die auf einer neuen IAB-Migrationsstichprobe mit rund 5000 Befragten beruht. Der Studie zufolge ist u. a. das durchschnittliche nominale Nettoeinkommen der Migranten mehr als doppelt so hoch wie im Auswanderungsland. Einwanderer und Einwandererinnen mit sehr guten Sprachkenntnissen erzielen rund 20 Prozent mehr Lohn als diejenigen, die die deutsche Sprache nicht gut beherrschen. Rund ein Drittel der Migranten die Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Berufsabschlüsse beantragt habe.  

Zum IAB-Kurzbericht 21/2014 

 

"Migration, Migrant/innen und Arbeitsmarkt – Zwischen Entgrenzung, Ausgrenzung und Segmentierung“ Tagungsbericht

Vom „Preis der Migration“ und der Frage, was für eine Gesellschaft diese deutsche Gesellschaft sein möchte. – Ein Rückblick auf die Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung (SAMF) 
Zum Tagungsbericht

 

Studie "Integrationshemmnis Leiharbeit"

In ihrer explorativen Studie "Integrationshemmnis Leiharbeit" untersucht die Autorin Dr. Sandra Siebenhüter die Auswirkungen von Leiharbeit auf Migrant_innen. Die für die Studie durchgeführten Befragungen spiegeln vor allem die Arbeitssituation in der  Metall, Elektro- und Druckindustrie. Dabei stehen die Perspektiven der Leiharbeiter_innen im Mittelpunkt. Deutlich wird, dass  Migrant_innen in Leiharbeitsverhältnissen von Exklusionen auf mehreren Ebenen  bedroht sind. 

Die Studie kann auf der Website der Otto-Brenner-Stiftung heruntergeladen werden.

Wirkungen des SGB II auf Personen mit Migrationshintergrund

Verschiedene in einem Konsortium zusammengeschlossene Wissenschaftler_innen haben im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Wirkungen des SGB II auf Migrant_innen untersucht. Auf der Grundlage von Befragungen von Leistungsempfänger_innen, Fallstudien in Grundsicherungsstellen und Geschäftsdaten der Bundesagentur für Arbeit sind die Fragen untersucht worden, wie sich der Leistungsbezug auf Menschen mit Migrationshintergrund auswirkt und wie die Grundsicherungsstellen auf den Umgang und die Kommunikation mit Migrant_innen vorbereitet sind.

Ergebnisse der Ende 2009 erschienenen Studie sind unter anderem, dass sich die selbst eingeschätzte Sprachfähigkeit von Migrant_innen nur als begrenzt relevant für die Arbeitsintegration erweist, dagegen aber die fehlende Anerkennung von ausländischen Abschlüssen eine große Hürde für den Arbeitsmarktzugang darstellt. Auch das häufig mangelnde Entgegenkommen der Mitarbeiter_innen von Grundsicherungsstellen wirkt sich erwartungsgemäß negativ auf die Arbeitsmarktintegration der Migrant_innen aus. Dementsprechend finden sich in der Studie verschiedene Empfehlungen, die sich an die Bundesagentur für Arbeit und die Mitarbeiter_innen der Grundsicherungsstellen richten: Diese müssten etwa sprachlich mehr auf Migrant_innen zugehen und stärker auf deren Kompetenzen und Ressourcen eingehen. Auch mehrsprachiges Informationsmaterial und eine größere Diversität unter den Fachkräften der Arbeitsämter und -agenturen trägt zur Arbeitsmarktintegration bei. 

Zur Studie